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Arbeitstherapie

Ziel der Arbeitstherapie ist die Anbahnung oder Wiederherstellung von spezifischen Arbeitsfähigkeiten, um möglichst eine Rückkehr auf den ersten oder zweiten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Berufliche Rehabilitation

  • Erstellung eines Arbeitsfähigkeitsprofils (Melba)
  • Anbahnung der Grundarbeitsfunktionen im Rahmen
    der Therapie
  • Belastungserprobungen und Praktika
  • WfbM-Eignung (Überprüfen und Anbahnen)
  • Weitervermittlung in Einrichtungen der Beruflichen Rehabilitation (BBW, BFW und WfbM)
  • Arbeitsakquise / Reintegration am Arbeitsplatz


Arbeitsbereiche

  • Holz
  • Garten (beheiztes Gewächshaus)
  • Büro / PC
  • Reparatur (z.B. Zweiradmechnik)
  • WfbM (Gruppe zur Eignungsprüfung und Vorbereitung für
    die Tätigkeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen)
  • Peddigrohr
  • Ton
  • Papier
  • Textil und Leder
  • weitere themen- und interessensbezogene Handwerksangebote

Ergotherapie

Im Fachdienst Ergotherapie werden gezielt Probleme des Alltags behandelt. Diese beginnen bei den primären Aktivitäten des täglichen Lebens wie Waschen, Anziehen, Transfer usw. und reichen bis zur Planung und Durchführung komplexerer Abläufe, wie z.B. eines Einkaufes, oder der Zubereitung einer Mahlzeit. Oberstes Ziel ist dabei die größtmögliche Selbständigkeit und Sicherheit des Rehabilitanden.



Das Therapieangebot umfasst:

Motorisch-funktionelle Therapie:

  • Constraint Induced Movement Therapie (CIMT)
  • Computergestütztes Armtraining (Pablo-System, Neuromuskuläre Elektrostimulation)
  • Gerätegestütztes Arm-Training (Helparm, Johnstone Splint, dynamische Handorthesen)
  • Bilaterales Armtraining
  • Arm-Fähigkeits-Training
  • Feinmotorik-Training
  • Kinesiotape Anwendungen
  • Spiegeltherapie
  • Graphomotorik-Training
  • Sensibilitätstraining
  • Standardisierte Testverfahren (ARAT, AFM, NHPT, BBR, …)


Training der Aktivitäten des täglichen Lebens

  • Alltags-Orientiertes-Training (AOT) u. a. Verkehrstraining und Einkaufstraining
  • Kognitives Alltagstraining
  • Übertragung der motorischen Fähigkeiten in den ggf. adaptierten Alltag
  • Alltags- und Belastungstraining (Einkauf, Zubereitung, Verkauf)


Kognitives Training

  • Hirnleistungstraining
  • Neurotraining nach V. Schweizer
  • Kognitives Training nach der F. Stengel Methode


Maßnahmen zur Regelung der Nachsorge

  • Hilfsmittelberatung (Schienenversorgung, Alltagshilfen, …)
  • Beratung für behindertengerechte Wohnraumanpassung in Rehabilitation und zu Hause
  • Hausbegehungen mit Beratung
  • Angehörigengespräche
  • Erarbeitung von Eigentraining

Logopädie

Neurologische Erkrankungen gehen oft mit Störungen der Sprache (Aphasie, kognitive Dysphasie) und des Sprechens (Dysarthrie, Sprechapraxie) einher. Ebenso kann das Schlucken betroffen sein (Dysphagie) oder eine Gesichtslähmung (Fazialisparese) auftreten. Auch Störungen der Stimmgebung (Dysphonie) sind häufig zu beobachten. Ziel des Fachdienstes Sprachtherapie ist es, die Kommunikationsfähigkeit im Alltag zu verbessern und Einschränkungen durch die Störungen soweit wie möglich zu verringern.

Die Therapie ist alltagsorientiert und individuell angelegt. Bei Bedarf erfolgt eine Versorgung mit Kommunikationshilfen. Aufgrund hoher Alltagsrelevanz finden bei den Störungsbildern Aphasie und Dysarthrie kommunikationsorientierte Gruppentherapien statt. Auch Angehörigenberatung gehört zum Aufgabengebiet der Sprachtherapie.



Folgende Störungsbilder werden behandelt:

  • Aphasien
  • Kognitive Dysphasien
  • Sprechapraxien
  • Dysarthrien
  • Schluckstörungen
  • Stimmstörungen
  • Fazialisparesen

Neuropsychologie

Hirnschäden können zu Beeinträchtigungen von geistigen, emotionalen und psycho-sozialen Fähigkeiten führen. Der Fachdienst Neuropsychologie führt eine ausführliche Diagnostik und umfassende Behandlung durch. Ziel ist die größtmögliche Annäherung an das vorbestehende Leistungsvermögen.

Die Therapieangebote umfassen:


Kognitive Therapie

  • Diagnostik und Therapie von Gedächtnisstörungen
  • Behandlung von Gesichtsfeldausfällen und Neglect
  • Reaktions- und Aufmerksamkeitstraining
  • Neuropsychologisches Computertraining


Neuropsychologische Rehabilitation

  • Einzel-, Gruppen- und Angehörigengespräche
  • Förderung von Krankheitsverarbeitung
  • Behandlung von neurologisch bedingten Verhaltensbeeinträchtigungen
  • Angehörigenberatung


Rehabilitation von Fahreignung

  • Eignungsuntersuchung für die Fahrerlaubnis gemäß Fahrerlaubnisverordnung Anlage 5
  • Anbahnung der Fahreignung
  • Fahrcheck und Fahrproben in Kooperation mit Fahrschulen
  • Erstellung eines Gutachtens

Physiotherapie

Ziel der Physiotherapie ist die bestmögliche Wiedererlangung der Funktionen des Bewegungsapparates, der Bewegungsfähigkeiten, des Gehens und die motorische Bewältigung der Alltagsanforderungen, bei Freizeitaktivitäten, Sport und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.



Therapieangebote:

  • Krankengymnastik nach Bobath und PNF
  • Krankengymnastik (Einzel / Gruppen)
  • Manuelle Therapie
  • Krankengymnastik am Gerät (KGG)
  • Lymphdrainage
  • Massagen / Schlingentischtherapie / Slingtrainer
  • Wärme- / Kältetherapie
  • Elektrotherapie / Ultraschall


Weitere Therapieangebote:

  • Laufbandtherapie / Lokomotionstraining
  • Forced use Therapie (CIMT)
  • Spiegeltherapie
  • Individuelle Hilfsmittelberatung und –versorgung
  • Einsatz und Erprobung  von Elektrofahrzeugen und Therapiefahrrädern
  • Wassertherapie extern
  • Verkehrstraining, Mobilitätstraining, Terraintraining
  • Partizipationstraining
  • therapeutisches Klettern
  • Nachsorge und therapeutische Beratung

Recreation

Unser Leben besteht nicht nur aus Arbeit, sondern auch aus Zeit, die uns frei zur Verfügung steht. Unsere Freizeit können wir selber gestalten, sie stellt für die Lebensqualität einen immensen Wert dar.

Ziel des Fachdienstes Recreation ist es, gemeinsam mit den Rehabilitanden diese Lebensqualität wieder neu kennenzulernen, zu verbessern und auch einen Kontrast zum „normalen“ Therapiealltag zu bieten. Frühere Interessen bzw. Hobbys werden, wenn gewünscht, in der Recreationtherapie aufgegriffen und umgesetzt.



Hierfür wird ein breites Spektrum in Form von:

  • Kreativität
  • Musikalität
  • Freizeitaktivitäten (wie z.B. therapeutisches Klettern, Schwimmen)
  • Entspannungstherapie
  • Verkehrstraining

und vieles mehr, angeboten.

Das breitgefächerte Angebot von Freizeitaktivitäten reicht vom Besuch kultureller Veranstaltungen (Theater, Konzerte, Fußballspiele, …) oder öffentlichen Einrichtungen (Museen, Planetarium, Messen, …) sowie Kino- oder Lokalbesuchen bis hin zu individuellen Einzeltherapien.

Die Recreationtherapie versucht auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Rehabilitanden einzugehen und somit ein attraktives und vielseitiges Angebot anzubieten.
 

Rehapädagogik

Ziel der Rehapädagogik ist es, Menschen mit erworbener Hirnschädigung zu helfen, Kenntnisse sowie Fähig- und Fertigkeiten wieder zu erlangen, die sie für eine Wiedereingliederung in ein weitgehend eigenständiges Privat- und möglichst regelmäßiges Schul- und Arbeitsleben benötigen.



Rehapädagogische Maßnahmen:

  • Computergestütztes Hirnleistungstraining zur Förderung der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses, Planen und Problemlösens sowie logischen Denkens
  • Fördermaßnahmen zum Wiedererwerb der Kulturtechniken
  • Förderung von Aufmerksamkeit und Merkleistung
  • Lernen von gedächtnisfördernden Strategien
  • Umgang mit kompensatorischen Hilfsmitteln
  • Gedächtnistraining
  • Eruieren der schulischen und/oder beruflichen Möglichkeiten unter Berücksichtigung der individuellen Ressourcen
  • Vorbereitung der Rehabilitanden auf eine berufliche Tätigkeit sowie Umschulungsmaßnahmen, Berufsschule, Teilausbildung, externe Praktika
  • Übungen zur visuellen Exploration, z. B. in Geocaching-Gruppen
  • Lerngruppen
  • Neglect-Training

Sozialdienst

Eine Hirnverletzung stellt für die betroffenen Menschen und auch deren Lebenspartner und Familien ein einschneidendes Geschehnis dar und wirft Fragen und Probleme auf, mit deren Bewältigung diese oftmals überfordert sind. Hierfür steht der Sozialdienst den Rehabilitanden und Angehörigen während des gesamten Rehabilitationsverlaufs in beratender und unterstützender Funktion zur Verfügung.


Wesentliche Aufgaben sind hier:

  • Informationsgespräche und Hausvorstellung für Interessenten
  • Antragstellung bei den Kostenträgern
  • Unterstützung bei persönlichen, beruflichen und administrativen Angelegenheiten
  • Angehörigengespräche
  • Beratung und Unterstützung bei der Regelung der Nachsorge

Informationen und Terminvereinbarung:

Telefon: 0821 56852-102
Telefax: 0821 56852-199
E-Mail